Editorial der Audioausgabe Januar 2026
Shownotes
Wenn wir uns mit dem transgenerationalen Erbe unserer Vorfahren beschäftigen, sind wir oftmals dazu geneigt, unsere Aufmerksamkeit vor allem auf negativ erlebte Situationen oder Traumata und deren
Auswirkungen auf unser jetziges Leben zu legen. Doch nicht nur Trauma und Leid werden vererbt, sondern auch Ressourcen und Talente, die regelrechte Schätze sind und die es aufzuspüren gilt.
Wenn wir eine ressourcenorientierte Grundhaltung im Leben einnehmen, werden wir erstaunt sein, wie viel Gutes uns unsere Vorfahren hinterlassen haben, das – wenn wir es nicht erkennen – als ungenutztes Potenzial in uns schlummert. Wenn wir unseren Blick jedoch vor allem auf unsere Schwächen legen, können wir unsere Stärken nicht wirklich wahrnehmen, und sie werden zwangsläufig in den Hintergrund gedrängt.
Wenn wir uns mit unseren Ahnen verbinden und eine versöhnliche Haltung einnehmen, öffnen wir die Schatzkiste der wertvollen Ressourcen und Fähigkeiten, die im Familiensystem verborgen liegen und die uns, einmal entdeckt, jederzeit zur Verfügung stehen. Dies erweckt häufig ein Gefühl der Dankbarkeit, und wir sind in der Lage, unser Familienerbe in einem vollkommen anderen Licht zu sehen. So wie jeder von uns einzigartig ist, ist auch jede Familiengeschichte einmalig. Das zu erkennen verankert in uns das Bewusstsein für das besondere Wesen, das wir sind.
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